Montag, 17. September 2018

Waldpässe, Höhle

Vom Camping in Dedinky rollten wir zuerst dem Wasser entlang in Richtung Osten. Nach einem Zwischenanstieg in Hnilec angekommen begann der eigentliche Anstieg zur Passhöhe auf gut 900m über Meer. Dank sehr schöner Trassierung und viel Wald entlang der Strasse war das keine so grosse Sache.
Oben angekommen setzten wir uns hin um die nächsten Tage zu planen und zu schauen, wohin wir noch fahren könnten, mit dem Plan in Raznava einzukaufen und uns noch den nächsten Pass zu schnappen rollten wir die weiterhin super angelegte Strasse hinunter. Zusammen mit wenigen Regentropfen trafen wir in Gemerska Poloma ein. Nach dem wir etwas gegessen hatte und der Regen vorbei war, rollten wir noch die letzten Kilometer nach Roznava.
Als da aber Lidl, Billa und Tesco geschlossen hatten, war klar dass es wohl schwierig werden könnte mit dem Essen einkaufen. Auf dem Hauptplatz sahen wir, dass gerade eine Art Kilbi zu Ende gegangen war und so suchten wir Internet und fanden heraus, dass der Jahrestag der "Muttergottes der Sieben Schmerzen", der Patronin der Slovakei gefeiert wurde.
Also mussten wir unseren Plan ändern und quartierten uns in einer Penzion ein.
was ist hier falsch?
Am nächsten Tag kauften wir ein und fuhren über eine mehr aus Flicken statt aus Belag bestehender Strasse auf dem Pass wetlich von Uhorna. Auf etwas besserer Strasse gings runter in Tal aber schon bald wieder hoch um in Richtung Medzev zu fahren.
In der Abfahrt stoppten wir bei einer Quelle um unser Lunch zu essen und Wasser zu füllen. Nach einiger Zeit parkierte ein Auto und eine ältere Frau und ein Mann kamen mit Kanistern um Wasser zu holen. Als sie den kleinen Wasserstrahl sahen, waren sie überrascht. Im Gespräch, welches wir auf deutsch mit der Frau führen konnten, erfuhren wir dass es sonst viel mehr Wasser habe. Ausserdem wurden wir über unsere Reiseroute ausgefragt und sie erzählte aus alten Zeiten, als Reisen nicht möglich war und dass wir die "Reise"-Freiheit in Europa schätzen sollten.
zum Glück auf die einfache Seite unterwegs
Runter rollen

Auf dem weiteren Weg das Tal hinaus kamen wir unter anderem an Roma Siedlungen vorbei, wo die Armut völlig offensichtlich ist. Im Gegensatz dazu sehen die Dörfer der Slovaken ganz anders aus. Ein heftiger Kontrast, welcher zeigt, das da wohl eher Trennung als Integrationsbemühungen betrieben wird...

In der Fläche bei Moldava angekommen fuhren wir über kleine und kleinste Strassen im in Richtung Ungarn. Auf einer Schotterpiste überquerten wir dann die Grenze und fuhren weiter in Richtung angepeiltem Zeltplatz. Vor Ort zeigte sich dann, dass es sich um eine Verladestation und Verwaltungsgebäude eines alten Steinbruchs handelt. Es sind aber Tische und Bänke vorhanden und als alle anderen Leute (6 Nasen) verschwunden waren, legten wir uns auf den Vorplatz des Billetbüros für die nahe gelegene Höhle, welches für diese Jahr schon ausser Betrieb ist.
Schlafplatz
Heute morgen strampelten wir dann zur bekanntesten Höhle des Aggtelek Nationalparks und konnten wenige Minuten nach Ankunft an einer ungarischen Führung teilnehmen. Dank deutschem Infozettel, war aber nicht alles unverständlich. Die Höhle zeichnet sich durch tausende von Tropfsteinen und deren Gebilden aus.

Nach dem Besuch der Höhle fuhren wie via Kazincbarcika und Parasznya in den westlichen Teil von Miskolc wo wir die Pedale von Roman ersetzen konnten. Eines davon bekam heute Morgen einen Lagerschaden und knackte wie wild.
Rennstrecke? Wenn dann nicht Formel 1, sonder PW
Da sich die, digitale, Suche nach einem Campingplatz als wenig erfolgreich entpuppte suchten wir eine festen Unterkunft und wurden fündig. Als schnell gebucht und vor Ort festgestellt, dass niemand da ist. Nach einem Telefonat erschien die Eigentümerin mit Übersetzerin und so konnte auch die Buchung storniert und auf billigeren Weg eingecheckt werden. Da die dazugehörige Pizzeria geschlossen ist kochten wir an einem der Gartenbeiztische unser Znacht und genossen ein Bier aus dem Laden gerade daneben.

Morgen wollen wir mit den Lillafüred-Waldbahn fahren und uns dann auf den Weg an die Donau machen um am Samstag hoffentlich ziemlich verkehrsfrei nach Budapest zu fahren. Wir liegen als sozusagen vor der Toren der Stadt. ;-)

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