Freitag, 30. August 2013

Rhein

Am Montag (26.8) machen wir uns gegen den Mittag auf dem Weg zum Flughafen. Die Taschen sind flugfertig gepackt und die Veloplätze sind reserviert. Wir fahren das letzte mal von der Wohnung in Richtung Neustadt und durchqueren diese. Danach folgen wir einer breiten dreispurigen Strasse mit Parkplätzen auf beiden Seiten welche von nichts gesäumt wird. Sie führt einfach durch die Ebene und zeugt von den riesigen Plänen die für Astana bestehen. Beim Flughafen angekommen platzieren wir uns vor dem Check-In und beginnen unsere Velos auseinander zu schrauben, um sie, in die am Tag zu vor im Sportgeschäft organisierten, Fahrradkartons zu bugsieren. Es stellt sich aber schnell heraus, dass die Kartons wohl von Kinderfahräder stammen. So müssen wir einiges mehr entfernen als gedacht. Aber irgendwann sind alle drei Velos in ihren Kisten und wir können einchecken.
Nach einem Zmittag im Restaurant holen wir unseren letzten Ausreisestempel und wollen noch unsere letzten Tenge (Kasachisches Geld) im Duty-Free-Bereich verbrauchen. Da aber dort die Preise horrend hoch sind, lassen wir es sein und hoffen die Tenge in Frankfurt oder in der Schweiz tauschen zu können...
Um 16 Uhr steigen wir in den Flieger und kurze Zeit später sehen wir Astana und ganz Zentralasien unter einer Wolkendecke verschwinden. Wir haben einen sechsstündigen Flug vor uns, welcher nur wenig an Moskau und Riga vorbei nach Frankfurt bringt.
Abfahrt zum Flughafen in Astana
Dank der Zeitverschiebung landen wir schon um 18 Uhr. Bei den Gepäckbändern nehmen wir unsere Velos und die Taschen wieder entgegen und machen uns daran unsere Drahtesel wieder fahrtüchtig zu machen. Nach der Schrauberei essen wir ein Wiener-Schnitzel und trinken ein deutsches Bier. So gestärkt fahren wir durch die Nacht dem Flughafen entlang in den nächsten Wald. Als wir ein brauchbares Plätzchen gefunden hatten und das Zelt schon halb steht, donnert ein Flugzeug über unsere Köpfe. Wir sind aber zu müde zum zügeln und legen uns um etwa 2 Uhr morgens (Astana-Zeit) ins Bett.
Am Morgen verschwinden wir relativ früh und folgen den Radwegweisern dem Main entlang nach Mainz. Dort  suchen wir einen Velomechaniker auf, welcher ein Transportschaden an Fabian's Velo repariert. Unterdessen unternehmen wir ein Tour durch die Stadt. Wie einfach dass solches hier funktionert :-).
Wieder voll im Schuss fahren wir dem Rheinradweg entlang in Richtung Strasbourg. Am Abend finden wir einen Platz am Rhein zum zelten und schlüpfen nach einem Bad und dem Znacht in unsere Schlafsäcke.
Am Mittwoch (28.8) führt unser Weg mehr oder weniger immer dem Rhein entlang weiter in Richtung Süden. Wir lassen es uns gut gehen und geniessen die Möglichkeiten fast jederzeit einkaufen zu können oder für ein Bier in einem der Restaurants am Strassenrand zu halten. Wir fahren durch Worms, Ludwigshafen und Speyer, immer auf der linken Seite des Rheins. In Speyer spielen wir nach dem Zmittag noch eine Runde Minigolf.
Minigolf

Morgenstimmung am Rhein
Wir übernachten kurz vor der französischen Grenze. Am Morgen erreichen wir also unser 21. und wohl letzte Land auf dieser Reise.
Weiter dem Rhein entlang fahren wir Strasbourg entgegen, welches wir am frühen Nachmittag erreichen. Wir quartieren uns in einem Hostel ein. Den Nachmittag verbringen wir in der Stadt mit dem Besuch des Doms und gemütlichem Essen und Trinken in den Strassencafés.

Heute geht es weiter und wir werden den Rhein verlassen um der "Route de Crêtes" zu folgen, welche längs durch die Vogesen führt.


immer dem Rhein entlang

mhh, wo sind denn die Zöllner??

Blick vom Turm der Kathedrale in Strasbourg

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