Dienstag, 16. Juli 2013

Samarqand, Grenze Tajikistan, Shakristan- und Anzobpass

Am 6. Juli starten wir in Buchara mit dem Ziel Samarqand. Fast der ganze Weg führt durch bewässerte Felder und entlang der Strasse stehen überall Bäume. Wir legen einen Badestopp bei einem Kanal ein und werden dabei eingeladen an einem Geburtstagsfest teilzunehmen. Die Feiernden schenken uns immer wieder Bier mit Wodka nach. Wir entscheiden irgendwann zu gehen, da wir nicht "abstürzen" möchten. Wir verstecken uns zum Übernachten hinter einer Mauer an der Strasse und fahren am nächsten Morgen früh weiter um die zweiten 140km hinter uns zu bringen.


Feiernde Usbeken




Zmittag in einer Fressbeiz am Strassenrand


In Samarqand angekommen quartieren wir uns in DER Traveller-Unterkunft ein und treffen prompt auf andere Velofahrer.
Roman und Fabian gehen am zweiten Tag in Samarqand auf Sightseeing-Tour. Da ich nicht ganz fit bin verzichtete ich, nicht ungern :-), darauf. Am Abend gehen wir dann aber doch noch zu dritt zur Hauptattraktion, dem "Registan" gerade in der Nähe des B&B's
Am nächsten Tag ist "Mine Juli", mein Geburtstag. Mein Velo steht mit vielen Ballonen verziert im Hof der Unterkunft. Nach dem Frühstück muss ich leider die meisten abschneiden um überhaupt fahren zu können.



Registan




Geburtstagsüberraschung

Wir verlassen die Stadt in Richtung Taschkent. Wir haben einen ziemlichen Umweg vor uns, da nicht alle Grenzübergänge für Touristen geöffnet sind. Weitere zweieinhalb Tage verbringen wir mit dem Durchfahren von Felder. Nur ein Stück führt durch ein Tal, sonst ist es überall flach und daher kommen wir auch rasch voran.
Nach dem Mittg vom 11. Juli haben wir die beiden Grenzposten hinter uns und fahren die ersten Kilometer durch Tajikistan, unserem 17 Land. Schon bald verlassen wir hier die Ebene und es steigt langsam an. Die Landschaft verändert sich und so übernachten wir, dem Iran ahnlich, irgendwo in der steinigen Steppe unter freiem Himmel.


Am Morgen danach fahren wir nach Khujiand und decken uns, auf dem sehr interessanten Basar, für den nächsten Tag ein. Der Weg führt nun gegen Südwesten den Bergen entgegen. Wir fahren immer leicht ansteigend nach Istaravshan. Wir nehmen den Weg durch die Stadt werden irgendwann von Schweizer Veloreisenden angehalten. Wir tauschen ein paar Infos aus und werden sie wohl in Dushanbe wieder sehen. Unser Nachtlager schlagen wir einige Kilometer ausserhalb, oberhalb der Strasse auf und sind so unsichtbar für den Verkehr.



Bad bei einer Tankstelle


Heute Morgen geht es weiter hinauf. Durch Shakristan und weiter dem Bach entlang in Richtung Shakristan-Pass. Hier fühlen wir uns fast wie in der Schweiz. Die Pflanzen, das Gelände und die Strasse könnten auch irgendwo in den Alpen sein. Wie wir am Abend vorher erfahren hatten, wurde an diesem Übergang ein Tunnel eröffnet. Wir ziehen aber den Pass vor und möchten dort übernachten. Dieser Plan wird durch das Militär verhindert.
Als ich nur schon zwei Meter in Richtung alte Passstrasse fahre, ruft eine Ladenbesitzerin, dass der Pass gesperrt sei. Wir lassen uns aber nicht einfach so davon abbringen über den Pass zu fahren. Nachdem aber auch noch zwei Militär ziemlich bestimmt sagen, dass die Passstrasse, entweder einfach gesperrt oder nicht mehr befahrbar ist, geben wir klein bei und biegen in Richtung Tunnel ab.
Nicht wie am Anzob-Pass ist dieser Tunnel sauber ausgebaut, beleuchtet, belüftet und fertig gebaut. So fahren  wir die letzten fünf Kilometer des Aufstiegs im Berg. Auf der anderen Seite kommen wir in eine völlig andere Landschaft. Die Hänge sind felsig oder Schotterflanken und die Strasse klebt da irgendwo am Hang.
Nach einem Zmittag nehem wir die Abfahrt richtig in Angriff und freuen uns über die überwältigenden Aussichten und die gut ausgebaute Strasse. Unterwegs halten einige Tajiken an, um mit uns zu reden. Sie gratulieren uns zu unserer Leistung und wir können nicht verhindern, dass sie uns einige Tajikische Somonis geben. Einmal mehr ist meine Schweizer 20er Note Anschauungsobjekt für unsere Währung. Sie sagen auch, dass weiter unten ein Auto von der Strasse abgekommen ist und den Hang hinunter gestrützt ist. Die Strasse sei dort sehr rutschig, da sie ein Kiesbelag hat.
Wir geniessen also weiter die Abfahrt, bis ich plötzlich auf einen Abschnitt gerate, welcher völlig mit, teilweise noch flüssigem, Teer zugedeckt ist. Ich kann mich so knapp ab diesem "Eisfeld" retten und will Roman und Fabian warnen. Doch leider ist es schon zu spät und Roman rutscht aus und landet in der klebrigen, schwarzen Brühe. Jetzt ist auch klar wovor wir gewarnt wurden. Die Strasse ist nicht wegen Kies rutschig, sondern wegen Teer.
Wir fahren ganz vorsichtig weiter, wenn immer möglich dem Teer ausweichend. Einige Autos schlittern wie auf Schnee und haben sehr Mühe das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten. Etwas weiter kommen wir an der Unfallstelle vorbei, aber erst weiter unten sehen wir, dass der Wagen etwa 100 Höhenmeter den Hang hinunter gerollt ist.
Wir schleichen weiter dem Tal entgegen und entscheiden uns in Ayni ein Hotel zu suchen um die ganze Sauerei zu putzen. Wie der Teer auf die Strasse gekommen ist, wissen wir nicht, aber wir vermuten, dass ein Lastwagen seine Ladung ungewollt verteilt hat.
Nun sind wir in einem riesigen Zimmer. Roman versucht sich und sein Material wieder einigermassen sauber zu kriegen, Fabian liest im Reiseführer und ich schreibe diesen Teil des nächsten Blogeintrags.
(geschrieben am 13.7. im Hotel in Ayni)




Abfahrt nach Ayni


Von Ayni fahren wir einer atemberaubender Schlucht entlang. Immer wieder wird der Durchgang sehr schmal und die Hänge werden zu Felswänden. Nach dem Mittagessen in einer "Fressbeiz" am Strassenrand absolvieren die letzten Kilometer bis zum Abzweiger zwischen Tunnel und Pass. Der Tunnel möchten wir auslassen. Er gilt als sehr gefährlich, denn es steht Wasser im Tunnel, eine Belüftung fehlt und die Beleuchtung ist sehr dürftig...
Den Abzweiger verpassen wir aber fast, denn die Strasse der wir folgen möchten ist mehr eine Piste als eine Strasse. Aber schon nach wenigen Metern wir die Qualität wieder besser. Wir folgen einem Tal mit extrem steilen Flanken. Die Strasse und der Bach nehmen häufig den ganzen Platz im Talboden ein. Die Menschen im Tal versuchen nicht uns aufzuhalten wie am Pass zuvor. In Anzob, dem letzten Dorf, füllen wir unsere Wasservorräte auf und starten zum richtigen Anstieg zum Pass. Auf dem Weg regnet es das eine oder andere Mal, aber danach ist es ziemlich sonnig und wir kommen gut voran. Auf 2500müM finden wir einen perfekten Platz zum Zelten. Leider fängt es gerade dann wieder an zu regnen und wir verkriechen uns im Zelt. Als der Regen nachlässt kochen wir unser Znacht und gehen danach schlafen.



Oberhalb Ayni




Strasse welche bis 2006 den ganzen Verkehr schluckte

Am nächsten Morgen packen wir das nasse Zelt zusammen und fahren an die Sonne. Dort essen wir unser Frühstück und trocknen das Zelt. Der Himmel ist stahlblau. Es geht weiter hinauf. Die Strasse ist eigentlich nur Fahrweg, aber es tauchen immer wieder Stücke mit Asfalt auf. Es ist zwar steil aber es ist alles, bis auf wenige Meter, fahrbar. Im letzten Abschnitt fahren wir an den letzten Schneefeldern vorbei und gelangen so auf den 3370m hohen Anzob-Pass. Kaum angekommen wurden wir vom Wetterwart auf dem Pass eingeladen und schon kurze Zeit darauf sassen wir in der Stube und uns wurde Essen und Tee gebracht. Der Wetterwart sass daneben und ass nichts. Das erste Mal dass wir bemerken, dass Ramadan ist.
Irgendwann holt der Wart eine Karte, welche sich als Skitourenkarte von Tajikistan herausstellt.  Die Karte wurde vor drei Jahren von einem Schweizer gemacht und schaut daher aus wie eine von der Swisstopo.
Nach dem Zmittag fahren wir auf der andern Seite runter und kommen wieder zurück auf die gute Strasse, welche vom Tunnel kommt. So absolvierten wir, laut Aussage des Wetterwarts, als erste in dieser Saison den eigentlich geschlossenen Pass. Wir fahren entlang der Varzobschlucht Dushanbe entgegen und sind nun im Adventurer's Inn, einquartiert.



Anstieg zum Anzobpass




Auf dem Anzobpass

Wir verlassen Dushanbe morgen und werden wahrscheinlich erst wieder in Osh Internet haben. Das heisst es wird  für die nächsten etwa drei Wochen kein weiterer Eintrag geben.

Montag, 15. Juli 2013

Shakristan and Anzob-Pass

If you plan to reach Dushanbe from north, from Kujiand you have to pass to major mountain ridges.
The northen one is the Shakristan-pass. There is a tunnel. It's 5km long and the northern portal is at around 2650masl. The southern is almoust 100m higher. So it's a clim direction south.
We cycled trough the tunnel. It's totally OK to do that. There is ventilation, light and a concrete street surface. But even there is light inside, turn on your bicycle-light. At least a backlight that the traffic coming from behind can see you.
The old road over the Shakristan-pass is closed because of a mudslide. This information we got from other travelleres and from the military standing there, where the old road goes of the new one.

Getting dowm from the Shakristan-tunnel brings you to Ayni. Some Kilometer after Ayni you will go right over a bridge and then the street follows a breathtaking gorge towards the next tunnel/pass combination at Anzob.
There is a tunnel but it's totally not recomended to cycle trough there. There is water on the ground (10cm or more), almost no light, no real ventilation and a damaged concrete street sruface. All cyclist we met took a car or a truck trought this tunnel. And for some it took almost an hour for this 5km.
Because of this informations we decided to take the other option and went for the old, offically closed, road over the pass.

There where the new road goes crosses the river and goes up to the tunnel we got of the good road and took the pretty small road following the river on the north side. You will pass some smaller villages and before the climb to the pass really starts there is the village of Anzob. We saw some small shops but didn't check them out. We filled our water from a fountain in the village. After the village go over the bridge and short after the street starts to climb.
Anzob is aorund 2100masl. We made it up until 2550masl where we found a very nice place to camp. Its there where the road goes to the western side of the main "stream".
We rode over the pass in middle of July and there were some snowfields left in the last part of the road. But they were melted good enough that at least a meter of the rad was snowfree. When you get to the pass on 3375masl you will see a small farm and a meteostation. We were invited to lunch from the family living up there to do the meteo stuff.
The road surface on the northern side is mostly gravel but good pressed and expect some meters it was driveable for us. Only in the last part with the snowfields it was wet and because of that a bit harder to ride. And there are even some asphalt parts.

The southern side, our downhill, has more asphalt and that's the side where the family living at the pass is coming up with a Lada Niva. It took us almost 2 hours to ride down the aprox. 20km down to the new road coming from the tunnel. I would say it's also possible to ride the pass in the other direction. You have to push your bike probably some meters more but most of the pass should be driveable too.

The hole pass is, from my point of view, a good alternative to the tunnel if you have enough time and power. I think untill something pretty big, like a landslide or so, the contition of the road will stay pretty the same.

Freitag, 5. Juli 2013

Wüste: heiss, flach, windig

Nach einem weiteren gemütlichen Tag in Mashhad machten wir uns am Vormittag des 27.6 auf den Weg nach Saraks. Bevor wir die Stadt verliessen, warteten wir die Mittagspause in einm Park der Stadt ab. Als es weniger heiss war fuhren wir los und schon kurz darauf fielen einige Regentropfen. Aber dabei blieb es auch und wir errichteten unser Nachtlager knapp 50km ausserhalb Mashhad. Tags darauf fuhren wir für einmal wieder über einen kleinen Pass und durch gebiergiges Gelände. Aber schon am 29.6 war das Gebiet wieder flach und wir fuhren mit gutem Wind dem iranischen Saraks entgegen. Unterwegs stoppte uns ein Irani, welcher uns gerne wieder treffen wollte. Wir verabredeten uns am Nachmittag im Hotel und gingen zuerst einkaufen. Den Nachmittag verbrachten wir im Hotel und am Abend traf ein norwegisches Paar (mit dem Auto) im Hotel ein, welche wir schon in Mashhad getroffen hatten. Auch sie hatten das Turkmenistan-Visum für den 30.6. Später kam nochmals der Irani und sein Bruder vorbei und wir unterhielten uns bis wir dann schlafen gingen um am nächsten Morgen früh genug an der Grenze zu sein. Die Grenze öffnet um 8 Uhr.
Die Ausreise aus dem Iran gestaltete sich schwieriger als angenommen. Auch nach dem das eine Büro geöffnet hatte wurden wir gebeten zu warten und es passierte gut 45 Minuten nichts. Als dann die richtige Person auftauchte ging es vorwärts und wir konnten nach einer Stichprobenkontrolle des Gepäcks ausreisen.
Über eine Brücke gings nach Turkmenistan und etwa 2 Kilometer weiter zum Grenzposten. Dort wurde zwar vorwärtsgemacht, aber es dauerte dennoch bis kurz vor 12 bis wir nach dem ausfüllen irgendwelcher Papieren und dem Scannen des Gepäcks entlassen wurden und in Richtung turkmenisches Seraks abfuhren. Während der ganzen Zeit waren auch die Norweger immer wieder da, was die Wartezeit für beide unterhaltsamer machte.
Im Dorf angekommen wollten wir Manat kaufen und wurden auf der Suche nach einem Geschäft angesprochen. Eine Kontrolle unseres Visas wie sich herausstellte. Geld wechselten wir in einem Autoteile-Zubehörladen am Dorfausgang. Dieser Tipp hatten wir aus einem Reisebericht aus dem Internet, welcher uns bei der ganzen Durchquerung von Turkmenistan geholfen hat.
Da wir in Turkmenistan 500km in knapp 5 Tagen zu radeln hatten fuhren wir trotz Hitze los und fuhren über eine Strasse welche zeitweise gut zweitweise aber mit tiefen Sandlöchern übersäät war. Wir fuhren durch die Wüste und durch bewässertes Gebiet. Irgendwann deuteten uns einheimische Lastwagenfahrer, dass man in einem Kanal gut baden könne. Diese Möglichkeit liessen wir uns nicht nehmen.
Nach einigen Wochen mussten wir an diesem Abend unser Zelt wiedereinmal aufstellen, weil es so viele Mücken hatte.
Via Hauz-Han fuhren wir, immer möglichst den hunderten Schlaglöchern ausweichend, Mary entgegen, welches wir um die Mittagszeit erreichten. Wir kauften ein und verkrochen wir uns in den Schatten in einem Park und tranken nach gut einem Monat wieder einmal ein richtiges Bier. Mit der Hilfe eines Einheimischen gelang es uns am frühen Abend noch Euro in Manat zu verwandeln und fuhren dann aus der Stadt. Dabei kamen wir noch einigen ziemlich übrtriebenen Prunkbauten vorbei. Gut dreissig Kilometer weiter verkrochen wir uns in den Feldern wo wir wieder unser Zelt als Mückenschutz aufstellten.
Um weniger von der Hitze gebremst zu werden standen wir um 4.30 auf fuhren gegen den Sonnenaufgang. Unterwegs überquerten wir zweimal den Karakum-Kanal (einer der Gründe für die Austrocknung des Aralsees) und kamen dank aufkommenden Rückenwindes zügig voran. Vorbei an einigen Cafés, wo wir unser Wasservorrat aufstocken konnten, kamen wir nach Peski. Dort verbrachten wir den Nachmittag unter dem Vordach des Bahnhofs. Immer wieder kam irgendwer vorbei und machte etwas im Bahnhof. Zwischendurch kam auch der eine oder andere Zug. Aber vorallem war es sehr heiss. Erst gegen 18 Uhr brachen wir wieder auf um das nächste "Roadhouse" zu erreichen. Dort kauften wir wieder Wasser und unser Znacht. Geschlafen haben wir, wieder unter freiem Himmel, einige Kilometer weiter in den Dünen neben der Strasse. An diesem Tag hatten wir über 150km abgespult und so waren wir gut im Plan um die ganze Strecke fahren zu können.
Heute morgen standen wir der Hitze wegen wieder früh (diesmal um 4 Uhr) auf.
Leider hatte der Wind gedreht, aber dennoch erreichten wir Turkmenabat einiges vor dem Mittag. Jetzt sitzen oder besser liegen wir in einem Park und warten einmal mehr, dass es wieder erträglich warm wird. Wir werden voraussichtlich nochmals etwa 30km fahren um dann nur wenige Kilometer vor der Grenze zu übernachten.
(bis hier geschrieben am 3.7 mittags in Turkmenabat)
Heute Morgen standen wir zeitig auf um nach einem Rührei unseren Zeltplatz zu verlassen und die letzten 8 turkmenischen Kilometer unter die Räder zu nehmen. Wir erreichen die Grenze und nach gesammthaft 2 Stunden haben wir alles ausgefüllt und alle Stempel sind gemacht und wir können in Richtung Buchara abfahren. Eigentlich hatten wir geplant nochmals zu übernachten, aber unterwegs kristalisierte sich heraus, dass wir trotz Gegenwind zeitig gut drinn liegen und es nach Buchara schaffen werden. So machten wir auch heute wieder über 100km und sind nun in einem Hotel für zwei Nächte einquartiert, bis wir dann nach Samarkand aufbrechen werden.



wiedereinmal gebirgiges Gelände im Osten des Irans




Mittagspause in der turkmenischen Wüste




gut beladener turkmenischer Lastwagen




Sonnenuntergang




Wüstenstimmung




Kurz nach der Grenze in Usbekistan




Wahrzeichen von Buchara

Dienstag, 2. Juli 2013

Visa for Turkmenistan

To get a Turkmenistan-Visa we applied in Teheran do the first step.

Teheran
You need all the following things:
1. A copy of passport of applicant (colorcopy, it doesn't work with b&w copy)
2. A copy of Uzbekistan visa or Kazakhstan visa (colorcopy)
3. Filled up application form of the embassy (you get it there)
4. A written request adressed to the visa section of the Turkmenistan embassy:
 Including:
  **Fullname( of applicant)
  **Entry date
  **Exit date

We added that we would like to catch our visa in Mashad and wrote one letter for there people.
There are written opening hours, but as we were there they opend the first time 40minutes after the time and then they opend 2 times more the last time at 12.30 (opening hour at this day: 9.30-11.00)



Mashad
In Mashad we got our visa with filling out a form we got there and one picture. We delivered this and the 55$ at 9am and got the finished visa at 1pm. Write on the application forms where you want to enter. This is mentioned on the visa and is binding. (We met a german guy and a swiss girl who have to cross the border direction Asgabat.(Howdan))

Mittwoch, 26. Juni 2013

Teheran nach Mashad

An unserem zweiten Tag in Teheran besuchten wir den Golestanpalast, welcher gerade eben in die Welterbe-Liste der Unesco aufgenommen wurde (dies habe ich gerade eben in der 20 Minuten-App gelesen, welche im Gegensatz zur Homepage trotz des Filters funktioniert). Besonders eindrücklich daran fanden wir die grossen Rنume mit kleinen Spiegelchen an der Wand. Ein anschliessender Gang durch den riesigen Basar war lohnenswert, obwohl wir gar nichts kaufen wollten. Zum Beispiel hat es in einer Strasse Stoffhنndler so weit das Auge reicht. Der Basar ist nicht wie in Istanbul auf Touristen ausgelegt, sondern es kِnnen vorallem Dinge für den tنglichen Gebrauch erworben werden. (Westliche) Touristen sieht man in Teheran sowieso fast keine, was auch den Vorteil hat, dass nicht an jeder Ecke ein auf Touristen "abgerichteter" Verkنufer steht und einem etwas andrehen will. Gegen Abend waren einige hupende Autos zu hِren und durch die englische Newszeile im Fernsehen erfuhren wir, dass der angscheinend progessivste Kandidat zum Prنsidenten gewنhlt worden war. Mit Ausnahme der Wahlplakate und einigen Bemerkungen in Gesprنchen mit Iranern haben wir ansonsten nichts von den Wahlen mitbekommen, was angesichts der Unruhen vor vier Jahren sehr positiv ist.
Gruppenbild vor dem Golestan Palace

Am nنchsten Tag (16.6) fuhren wir mit der U-Bahn und Taxi zur turkmenischen Botschaft. Bereits um 9 Uhr warteten wir vor der Botschaft, welche um 9:30 ِffnen sollte. Aber erst um 10:10 ِffnete sich ein kleines Fensterchen, durch welches man seine Dokumente einreichen konnte. Auch hier waren wir wieder über die Hilfsbereitschaft der Iraner froh, denn unsere Passkopien in schwarz-weiss wurden nicht akzeptiert. Ein junger Iraner, der selbst ein Visa benِtigte und somit eigentlich auch an den Schalter musste, fuhr mit Fabian fünf Standorte an um die benِtigten Farbkopien aufzutreiben. Wie erhofft wurde uns schliesslich mitgeteilt, dass wir die Visa in Mashad abholen kِnnen. Um ca. 15 Uhr konnten wir schlussendlich das Hotel mit dem Velo verlassen und die 900 Kilometer in Richtung Mashad in Angriff nehmen. Gut 60 Kilometer ausserhalb der Stadt übernachteten wir in einem verlassenen Gebنude neben der Strasse.
Mashhad in weiter Ferne

Nach dem ich schlecht geschlafen hatte und auch fast nichts zum Frühstück essen konnte, waren die ersten Kilometer sehr anstrengend. Zusنtzlich zum recht starken Gegenwind kamen noch Bauchschmerzen hinzu. So haben wir entschieden, dass ich bis in die nنchste grِssere Stadt, Semnan, per Anhalter fahren werde. Dies funktionierte gut und bereits nach kurzer Zeit nahm mich ein typisch iranischer Pickup mit. Die Fahrt war lنngst nicht so angenehm wie im klimatisierten Bus von/nach Esfahan. Es war ziemlich heiss und aufgrund der weit offenen Fenster auch sehr laut, aber irgendwie doch interessant. Die etwas mehr als 100 Kilometern wurden praktisch immer mit Vollgas gefahren. Wie schnell das war kann ich nicht sagen, denn zusنtzlich zur Tankanzeige und dem Kilometerzنhler war auch der Tacho defekt. Die Gurte wurden nur kurz vor einer Polizeikontrolle angelegt und nachher natürlich sofort wieder abgelegt. Auch deshalb hat mich ein verunfalltes Auto, welches neben der Strasse auf der Seite lag, schon etwas schockiert. Das kann nicht glimpflich ausgegangen sein! Allgemein ist der Strassenverkehr im Iran, besonders in den Stنdten, auf den ersten Blick sehr gefنhrlich. Aber extrem schlimm kann es nicht sein, denn die Iraner sind alles gute Autofahrer und der Verkehr lنuft fast immer flüssig. Richtig gefنhrlich würde es wahrscheinlich erst, wenn ein Autofahrer aus Westeuropa am Flughafen in ein Auto steigen und sich in dieses funktionierende "Choas" wagen würde.

'Taxi'-fahrer


Da die Kommunikation per Natel und E-Mail nicht funktionierte, trafen wir uns am nنchsten Mittag am zuvor als Backup definierten Treffpunkt in Semnan und setzten gemeinsam die Fahrt in Richtung Mashad fort. Das folgende Zitat von Chregu zeigt, wie wir uns etwas an die warmen Temperaturen gewohnt haben :). Es entstand am Abend als es noch 24° war, ein leichtes Lüftchen wehte und wir uns wie üblich mit etwas Wasser wuschen. "Heilandsack, das git ja chalti Finger!"
irgendwo unterwegs

Am nنchten Tag wurde uns der Einfluss des Windes deutlich aufgezeigt. Am Vormittag schafften wir dank Rückenwind und Gefنlle locker 100km und am Nachmittag erkنmpften wir uns die restlichen 44 Kilometer bei Gegenwind nach Shahrud in ungefنhr derselben Fahrzeit. Die Einfahrt in die Stadt war chaotisch, denn einige Autofahrer waren so an uns interessiert, dass sie immer wieder neben uns herfuhren und somit den Verkehr blockierten. Nachdem wir ein sehr günstiges Hotel gefunden hatten (insgesammt ca. 10 CHF), wagten wir uns an Spiesschen, die anscheinend eine Spezialitنt der Stadt sind. Diese konnten uns aber nicht überzeugen und beim für Stadtbesuche übliche zweite Nachtessen entschieden wir uns für Burger.

Am 21.6 hatten wir wieder richtiggehend mit dem Wind zu kنmpfen. Teilweise war der Seitenwind so heftig, dass man sich in den Wind legen musste um nicht umgeblasen zu werden. Der kurzfristige Windschatten beim vorbeifahren eines Lastwagens war eher hinderlich, denn man musste sich immer neu ausbalancieren. Am Nachmittag hatte ich meinen ersten Platten am Vorderrad und führe nun somit (3:0:0)!
Achtung Kamele

wirklich Kamele

Autbahnraststaette

Uebernachtungsplatz

Am darauffolgenden Tag wurden wir wieder einmal von der Herzlichkeit der Iraner überrascht. Erst wurden uns am Morgen aus dem fahrenden Auto zwei Melonen überreicht und am Mittag ein grosser Sack Süssgebنck geschenkt. Als wir dann mit dem Gebنck unter Bنumen lagen kam ein Wachmann einer naheliegenden Fabrik vorbei. Wir haben nur verstanden, dass es hier warm sei und wir mitkommen sollten. Wenige Minuten spنter lagen wir im klimatisierten Hinterzimmer des Wachlokals und wurden mit Essen und Getrنnken überhنuft. Nach einem Nickerchen konnten wir noch eine Dusche nehmen und unser Versuch, das übriggebliebene Essen zurückzulassen, scheiterte. Wegen dem teilweise starken Gegenwind konnten wir das angepeilte Tagesziel von 100km knapp nicht erreichen.

Am nنchsten Tag war der Gegenwind sogar nochmals heftiger. Teilweise kamen wir nur mit etwas mehr als 10 km/h vorwنrts. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 14 km/h erreichten wir Neyshabur, wo wir wieder eine ausgedehnte Mittagspause in einem Park machten. Gegen Abend liess der Wind zum Glück etwas nach und die restlichen Kilometer fielen leichter. Knapp 100 km vor Mashad übernachteten wir unter einer Brücke der Strasse. Am Morgen hatten wir wegen dem Wind gezweifelt doch noch so weit zu kommen.
Morgenstimmung

Minimungg unterwegs

Kurz nach Abfahrt am nنchsten Tag kam wieder Gegenwind auf. Nach dem passieren von 40 Windrنdern wussten wir, dass der Wind für diese Gegend normal ist und wir nicht einfach Pech haben. Als wir nach dem Abzweiger nach Mashad in Richtung Norden fuhren liess der Wind stark nach und wir erreichten Mashhad doch schon gegen Mittag. Das bei Backpackern und Velofahrern berühme Vali's Homestay war wegen Umbauarbeiten jedoch geschlossen. Vali kümmerte sich trotzdem um uns und organisierte jemanden, der uns in ein günstiges Hotel in der Nنhe führte. Mashad ist der heiligste Ort des Iran und wir besuchten noch am Abend den Holy Shrine, eine der wichtigste Pilgerstنtte der schiitischen Musilime. Am Eingang wurden wir abgefangen und es wurde ein Führer herbeigeholt. Dieser zeigte uns sehr speditiv (eigentlich ganz nach unserem Geschmack) einen Teil des riesigen Komplexes. Der Shrine an sich und ein weitereres Gebنude sind Muslimen vorbehalten und durften von uns nicht besichtigtwerden. Nach der Führung gab es noch ein kurzes Gesprنch in seinem Büro. Anschliessend durften wir den Komplex zwar selbststنndig verlassen, die Führung wirkte für uns aber schlussendlich doch eher als Kontrolle.

Am Morgen des zweiten Tages in Maschhad besuchten wir die turkmenische Botschaft. Obwohl wir die von uns vorbereiteten Formulare nicht benutzen konnten und neue ausfüllen mussten, ging das Ganze relativ schnell und wir konnten wenig spنter unsere Pنsse mit dem eventuell letzten Visa unserer Reise in Empfang nehmen. Bei unserem erneuten Besuch des Holy Shrines gelang es uns ohne Aufpasser den Komplex um den Holy Shrine zu betreten. Die verbotenen Zonen mieden wir natürlich dennoch. Nach Sonnenuntergang strِmten tausende von Personen auf die verschiedenen riesigen Plنtze des Komplexes und bereiteten sich auf das Gebet vor. Ettliche Aufpasser mit überdimensionalen "Staubwedeln" lenkten die Menschen um gerade Linien auf den Teppichen zu bilden. Obwohl wir vielleicht die einzigen nicht-Muslime waren, fühlten wir uns gar nicht fehl am Platz. Wir standen oder sassen etwas abseits und beobachteten das eindrückliche Schauspiel. Wir waren bei weitem nicht die einzigen die nicht am Boden sassen. Dutzende rannten umher um noch einen Gebetsstein zu holen und einen Platz auf dem Teppich zu ergattern, andere sassen auch etwas abseits und Kinder spielten und tollten umher.

geschrieben von Roman
Kuppeln im "Holy Shrine" Complex

Freitag, 14. Juni 2013

Qom-Esfahan-Qom-Teheran

Die letzten Tage verbrachten wir mehr mit Sightseeing als mit Velofahren. Begonnen hat das Ganze in Qom. In Qom gibt es eigentlich nur wenig sehenswertes. Dafür ist die Moschee mit dem heiligen Schrein umso imposanter. Es ist nicht nur eine Moschee sondern eine riesige Anlage mit farbig verzierten Fassaden umgeben von riesigen Plätzen. Qom gilt nach Mashad als zweitwichtigstes religiöses Zentrum für die schiitischen Muslime im Iran. Entsprechend gilt die Stadt als religiös und konservativ, was sich vor allem an der Bekleidung der Frauen erkennen lässt. Das Kopftuch ist für jede Frau im ganzen Iran Pflicht. Vielerorts wird dieses jedoch sehr leger getragen, sodass Frau auch ein Teil ihrer Haare zeigen kann. In Qom tragen viele Frauen jedoch einen schwarzen Umhang namens Tschador, sodass nur das Gesicht, oder gar nur die Augen, zu sehen sind. Für Männer sind die Einschränkungen in der Bekleidung geringer. Es wird nur das tragen von langen Hosen verlangt, was bei den heissen Temperaturen auch etwas mühsam ist. Wenn man die Hosen zum Velofahren etwas hochkrempelt, geht das aber schon in Ordnung. Dies wurde uns auch von Velofahrern in Miyandoab bestätigt.
So merkwürdig es klingen mag, aber nach Qom entschieden wir uns gleich noch eine Stadt zu besichtigen, nämlich Esfahan. Für die Fahrt in den Süden nahmen wir ausnahmsweise denn Bus. Esfahan lag einfach etwas zu weit weg von unserer Route und die Velopause hat uns bei dieser Hitze auch gut getan. Unsere Velos konnten wir im Hotel in Qom gegen einen kleinen Aufpreis deponieren.
Die Busfahrt dauerte rund vier Stunden, wobei der Busbahnhof wie bei iranischen Städten üblich am Stadtrand liegt. Von dort kommt man je nach Verhandlungsgeschick günstig oder sehr günstig mit dem Taxi ins Zentrum. Am Ankunftstag erkundeten wir die Brücken über und die Parks entlang des Flusses durch Esfahan. Am zweiten Tag wir gleich zwei Moscheen (Jame und Imam) sowie den Basar und den Imam-Platz. Interessant ist, dass im Iran der westliche Tourist einen massiv höheren Eintrittspreis für die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten bezahlt. Bei der Imam-Moschee war es beispielsweise das siebenfache! Trotzdem war der Preis von knapp drei Franken zu verkraften. Allgemein gibt es sehr viele Parks in der Stadt. Am Abend, wenn die Temperaturen wieder erträglich sind, lassen sich auch die Einheimischen gerne dort zum kochen, essen und plaudern nieder.
Am dritten Tag waren wir bereits um 6:30 auf den Beinen um unser Visa zu verlängern. Der darauffolgende Marathon über fünf Stunden ist in einem seperaten Eintrag beschrieben. Als wir einen Tag später mit dem Bus zurück nach Qom fuhren, hatten wir glücklicherweise unser verlängertes Visa im Pass. Der Bus war komfortabler und schneller als bei der Hinreise, mit 3.50Fr pro Person aber auch etwas teuerer :)
Auch das Essen ist billig im Iran. Für 1 Franken bekommt man zum Beispiel 3 Glace, 1 Hamburger, 2x 1.5l Cola (in der Imbissbude) oder 2x 1l alkoholfreies Bier. Alkohol ist im ganzen Land verboten. Lebensmittel kauft man nicht wie bei uns im Supermarkt ein, sondern in Tante-Emma-Lädelchen. Je nach Präferenzen beim Einkauf und Glück bei der Auswahl müssen auch mal drei dieser Läden aufgesucht werden. In Städten findet man Gemüse und Früchte auf dem Basar und für Brot muss man teilweise zusätzlich eine Bäckerei aufsuchen.
In den Fast-Food-Restaurants hatten wir eigentlich nie das Problem eine Touristenzuschlag zahlen zu müssen. Nur einmal wollte uns der Sohn des Inhabers deutlich zu viel verrechnen. Als wir auf English anfingen zu protestieren, sank der Preis kontinuierlich bis fast auf die Hälfte des ursprünglichen Preises. Nach langem hin und her legten wir ihm schliesslich noch etwas weniger hin und verliessen den Laden. Trotzdem hat er mit Sicherheit immer noch ein gutes Geschäft gemacht. Auf der anderen Seite ist für uns 7-8 Euro für zwei Pizza, einen Hamburger und eine Flasche Cola eben immer noch brutal billig.
Die letzen zwei Tage sind wir von Qom nach Tehran geradelt. Auch in der Nacht sank die Temperatur nicht unter 20° und es war vor allem heiss. Heute erreichten wir pünktlich am Tag der Präsidentschaftswahl die Hauptstadt. Morgen machen wir einen weiteren Ruhetag. Übermorgen werden wir dann nach dem Besuch der turkmenischen Botschaft Richtung Mashad weiterradeln.
(Heute für einmal von Fabian)

Mit den Bildern versuchen wir es heute mal wieder anders. Ich hoffe es klappt. Wir können es leider aus dem Iran nicht kontrollieren...

verspiegelte Kuppel in Qom


Platz vor der Moschee in Qom


Brücke in Esfahan


Erster Veloweg seit Istanbul :)


Brücke bei Nacht


Gruppenbild auf dem Imam Square


Imam Square by night

Visaverlängerung in Esfahan / Visaextension in Esfahan

Visaverlängerung in Esfahan / Visaextension in Esfahan
Für alle die die vielleicht irgendwann im Internet suchen, wie die
Visaverlängerung in Esfahan funktioniert, berichte ich wir heute
11.6.2013 die Verlängerung beantragt haben.

Wir nehmen das Taxi von der Innenstadt zum Police Department of Alien
Affairs/Passport Office, (Rudaki Street, N32.63006 E51.63269) und sind
um 7 Uhr morgens schon da. Um ca. 7.15 werden wir eingelassen und geben
dabei alle elektronischen Geräte ab. Im ersten Stock melden wir uns beim
Schalter 15 (persische Nummer, aber englisch: Visa Extension and
Reception). Wir haben inkl. heute noch 5 Tage unseres Visas übrig. Wir
sagen, dass wir mit den Fahrrädern reisen und nach Teheran und Mashad
möchten. Der freundliche "Schaltermann" geht zum Chef (Raum 12) und
diskutiert ziemlich lange. Es sei "Election-time" (am 14.6 sind
Präsidentschaftswahlen) und sie hätten viel zu tun. Als er rauskommt
heisst es grundsätzlich nein, aber wir könnten im "Deparment of Foreign
Affairs" (wir bekommen einen Zettel mit der persischen Adresse: eine
Strasse westlich der Hauptstrasse, ca. N32.65671 E51.66675) einen Brief
holen gehen.
Mit dem Taxi fahren wir dort hin und werden zu Mr. Aslani im ersten
Stock verwiesen. Er spricht fliessend englisch schreibt uns den Brief
(auf persisch) in dem steht, dass eine Verlängerung von 2 Wochen möglich
ist. Mit dem Brief geht es wieder zurück an den Schalter 15 im
Polizeiposten.
Vom Schalter 15 in den Raum 12 zum Chef welcher etwas weiteres
draufschreibt und einen Stempel drauf macht. Zurück am Schalter 15
werden wir zur grünen Box im Hof verwiesen und wir kaufen (5000 Rial)
dort eine pinke Mappe mit dem "Application Form". In der Mappe ist auch
beschreiben was es alles braucht für die Verlängerung:

Pass
Passkopie (ID-Page)
Passkopie (Validationpage, wohl meist das gleiche wie oben)
Kopie des Visa inkl. Einreisestempel
2 Passfotos
Einzahlungsbeleg der Bank (siehe Tipps)
Brief vom Beantragenden (wir haben den Brief vom "Deparment of Foreign
Affairs" benützt)

Diese Unterlagen geben wir, nach gut 5 Stunden in den Fängen der
Behörden, am Schalter 15 ab. Zuerst heisst es: "Come back in two days".
Wir hacken nach und bekommen die Auskunft morgen (12.6.) um 10 Uhr.

12.6:
Wir sind um 9.45 da und bekommen ca. 45 Minuten später unsere
Visaverlängerung. Es ist ein Stempel im Pass, auf welchem steht, dass
das Visa bis 30. Juni 2013 verlängert ist. Das heisst die 14 Tage wurden
an unseren schon bestehenden Tage angehängt. Und nicht vom
Beantragsdatum aus gerechnet.

Tipps:
1. Kopierladen hat es direkt gegenüber des Polizeipostens (1 Kopie 1000
Rial)
2. Bank
2.1 Die Bank "Melli Iran" ist etwa hier: N32.62330 E51.62160, (vom
Posten in Richtung W, dann links (S) und bei der nächsten Kreuzung
rechts (W), auf der Südseite der Strasse)
2.2 Die Kontodaten erhält man als kleiner Zettel am Schalter 15.
2.3 Die Person am Schalter weiss was machen, wenn man mit dem Zettelchen
kommt
2.4 Kosten: 300'000 Rial pro Person.
2.5 Ein Einzahlungsbeleg pro Person.
2.6 ein Pass dabeihaben beim Einzahlen.
3. Taxi
3.1 Wir bezahlen maximal 50'000 Rial für eine Taxifahrt von oder nach
Downtown
3.2 Immer zuerst nach dem Preis fragen. 5 bedeutet 5000 Toman also
50'000 Rial


Für alle die auf einen weiteren Reisebericht warten: Er ist in Arbeit
und kommt wohl noch heute...