Samstag, 24. November 2018

Ab nach Shiraz

Von Abadeh aus folgten wir am Morgen vom 20. November wieder bei schönstem Wetter und Rückenwind dem Highway Richtung Süden. Die ersten 30 Kilometer waren nach der ersten Stunde schon geschafft. Ab da ging es dann gut dreissig Kilometer bergauf. Da es sich aber nur um rund 600 Höhenmeter handelte, war die Steigung ziemlich flach. Im obersten und steilsten Teil tauchte genau im Richtigen Moment ein Lastwagen hinter uns auf, welcher mit etwa 20 km/h dem Berg hochkroch. Wir krallten uns fest und so gingen diese 4 Kilometer mehr in die Arme statt in die Beine.
flach hinauf
steil hinauf
 Oben angekommen verabschiedeten wir uns mit einem Winken von unserem Helfer und genossen danach unser Lunch auf dem Pass.
Brot und Frischkäse
Am Nachmittag konnten wir wieder mit normaler Wüstenreisegeschwindigkeit -ca. 30km/h - weiter fahren und so hatten wir schon am frühen Nachmittag knapp 100 Kilometer auf dem Zähler. Wir sahen rund 500 Meter von der Strasse entfernt einige Bäume und zwei verlassene Gebäude. Die entsprechende Piste dahin war auch sichtbar. Es sah nach einem guten Zeltplatz aus. Als wir den Ort erreichten sahen wir, dass uns unser unterdessen geübtes Auge nicht getäuscht hatte. Der Platz war super.
Auf dem Weg...
... in den Schlamm
Wir genossen die Sonne mit einem Nickerchen und kochten dann, wie schon des öfteren, mit Blick auf den Sonnenuntergang. Die Feuchtigkeit der Oase bekamen wir am nächsten Morgen zu spüren. Sogar das Innenzelt war beschlagen und das Aussenzelt war beidseitig nass. Wobei aussen war die Nässe zu Reif gefroren. Auch die Velos waren von einer dicken Reifschicht überzogen.
So wischten wir das Zelt nicht mit dem Zeltschwamm trocken, sondern schabten das Eis mit einem alten GA ab.
einmal mehr Sonnenuntergang
Eiskratzen und ausbrüten
Der Tag fing wieder mit einem Pässchen an. Auch hier schnappten wir uns einen Lastwagen für rund 150 Höhenmeter. Den restlichen Teil strampelten wir selber. Auf dem weiteren Weg fuhren wir durch einen Tunnel und wurden danach mit einer ganz anderen Landschaft überrascht. Ab da folgten wir dem Fluss und fanden gegen Abend rund 10 Kilometer vor Persepolis einen super Zeltplatz mitten in der Landwirtschaftsfläche.
stägere
einmal mehr Sonnenaufgang
Am Morgen radelten wir dann zu den Sehenwürdigkeiten und danach weiter in Richtung Shiraz. Kurz nach dem Zmittag im Restaurant wurden wir von einem Irani direkt auf der Strasse angesprochen und dann per Warnblinkereskorte zu sich nach Hause geführt. Wir konnten ihm klar machen, dass wir schon gegessen hatten und bekamen daher nur einen Tee und ein kleines zusätzliches Zmittag.
Wir hatten noch zwei Anstiege und fast 30 Kilometer zu schaffen bis nach Shiraz. Das gelang dank einem weiteren Lastwagen und etwas Glück fast trocken, denn im Verlauf vom Nachmittag wurde es schon wieder regnerisch.
Nun sind wir in Shiraz und haben Nägel mit Köpfen gemacht.
super gemütliches Hostel
Wir werden morgen den Bus nach Bandar Abbas nehmen um genügend Zeit für den Oman zu haben und um dort die Fähre nach Dubai zu organisieren. Danach geht es auf die beiden Inseln Qesm und Hormoz. Nach der Runde um den Burj Kalifa wollen wir nach Musandam und von dort mit der Fähre ins Hauptland des Omans und werden dann von Muscat heimfliegen. Der Plan steht also, wir hoffen dieser funktioniert wie gewollt.

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