Samstag, 15. September 2018

Gedenkstätte, Stadt und dann ab in die Tatra

Die Führung in Auschwitz in den Lagern I und II (Birkenau), welche die Grausamkeit der Taten der Nazis aufzeigte und welche uns klar machte wie wenig Wert in diesen Lagern ein Menschenleben hatte und wie gross die Vernichtungsmaschinerie war, war sehr eindrücklich. Und wie unser Guide sagte, kann man das Ausmass nur verstehen, wenn man Auschwitz einmal besucht hat.

ca. 1/3 von Auschwitz II/Birkenau

Am Nachmittag nach der Führung fuhren wir an die Weichsel und dieser entlang in Richtung Krakau. Immer auf dem Damm machten wir zwar zusätzliche Kilometer, aber keine Höhenmeter. Die Nacht verbrachten wir, wie viele Fischer, im Zelt direkt am Fluss. Die Nebelschwaden eines Regengusses, welchem wir geschickt ausgewichen waren, versteckten uns. Am Morgen war alles nass und es war immer noch neblig.
Nach wenigen Kilometern war es dann sonnig und wir konnten das Zelt trockenen. Immer der Veloroute entlang ging es Richtung Krakau. Unterwegs assen wir zu Mittag (Achtung "Tripe" heisst Kutteln auf englisch was mir dann den Appetit verdarb...)

Lainio? Nein Weichsel!

In Krakau quartierten wir uns für zwei Nächte in einem Hostel ein und genossen die Annehmlichkeiten einer Stadt. Ausserdem liessen wir uns auf zwei "Free Walking Touren" weiterbilden und bekamen so einen schönen Überblick über die Geschichte der Stadt. Die Beizen wurden natürlich auch ausprobiert.

verdreihti Sieche zKrakau

StreetArt zum selber deuten

Am Tag, als wir die Krakau verliessen besuchten wir noch die Salzmine in Wielicka. In dieser Mine wurde schon seit Jahrhunderten Salz abgebaut und zeitweise war ein drittel des polnischen Staatseinnahmen von dieser Miene. Die Führung führte uns auf -135m hinab und zeigte sehr viele verschiedene Aspekte des bergmännischen Salzabbaus.

Immer Richtung Süden fahrend, gelangten wir in die Region Zakopane, liessen aber den Ort geschickt aus. Kurz vor der polnisch/slovakischen Grenze sprach uns ein polnischer Rennvelofahrer an und so quatschten wir auf einer Verkehrsinsel über seine (14 mal ca. 1 Monat) und unsere Reisen. Er war schon mehrmals in Zentralasien und so gab es einige Geschichten auszutauschen.
Seine Aussage, dass die polnischen Strassen absolut gefährlich seien und es extrem viel Verkehr habe, konnten wir nicht bestätigen. Seine Meinung, dass es in der Slovakei angenehmer zu fahren sei bestätigte sich dann aber in den nächsten Tagen.

platter Velofahrer

Wir fuhren östlich um die Hohte Tatra herum und folgten dann der "Höhenstrasse" auf der Südseite der Hohen Tatra. Die Aussicht auf die weiteren Berge (oder eher Hügel?) im Süden und die Berge im Norden war super.

Hohe Tatra von der Seite

Vie Strba wechselten wir die Talseite und folgten einem kleinem Nebental auf einer für den Autoverkehr gesperrten Strasse. Eigentlich wollten wir in Svarin oder Maluzina auf den Camping und uns wieder einmal eine Dusche zu gönnen, aber die Camping waren entweder nicht wirklich Camping oder waren schon seit Jahren geschlossen. So schlugen wir uns wieder in die Büsche und campierten wild.

Landschaft
Heute Morgen fuhren wir zuerst auf den Pass Certovia, wo wir mit einem Berufskollgen (machte ein DGM mit dem GNSS) quatschten. Er erzählten er habe, als er so jung war wie wir jetzt, auch Veloreisen nach Afrika, Asien und Südamerika unternommen.
Zuerst Richtung Süden und dann immer Richtung Osten fuhren wir via Polomka durch sehr wechselnde Landschaften nach Dedinky wo wir einen offenen Campingplatz fanden. So kann ich einige Meter über dem See sitzen und bei Sonne (und teilweise Donner) diesen Blogeintrag verfassen.
(Bis hier am 14.9 geschrieben, Upload am 15.9 in Roznava. Ausserdem weiss ich nicht ob das mit den Fotos klappt...)

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